
Du suchst also eine Freundin und hast eine Trafik in XY (Ort ist mir bekannt). Mein Bild (und das von den andren 300 Sexworkerinnen denen du regelmässig schreibst) hat dich also fasziniert und darum schreibst du, Ferdinand, 53, mir. Etwa alle 3 Monate. Einen sehr langen Text.
Juhu.Es gibt tatsächlich Schreiberlinge die jede Prostituierte kennt. Natürlich nicht persönlich, da keine der Damen Interesse an einem Mann hat, der Stunden am PC vor Erotikplattformen sitzt und an jede eine WhatsApp mit derselben Message versendet. Vor allem natürlich um sich gratis zu treffen.
Hallo? Ich ruf auch nicht mein Lieblingsrestaurant an um vorzuschlagen, gratis essen zu kommen und den Koch eventuell daten zu wollen.
Das ist ja auch nicht wirklich ganz dicht.
Er sollte seine Symptome mal googeln.
Entweder sind das Wahnvorstellungen, die Zylinderkopfdichtung oder Borkenkäfer.
Aber irgendwie rennt da was falsch.
Ich habe mich dieses eine Mal durch gerungen um ihm endlich zu antworten auf sein Gesuch. Es war wohl nicht die Antwort die er haben wollte. Darum wird natürlich sofort beschimpft. So einen Mann möchte doch jede zuhause haben.
Und somit haben wir wohl auch den Grund gefunden, warum Ferdinand auch noch in 15 Jahren alleine vor dem Laptop in seiner Trafik in Niederösterreich sitzen wird und seine Nachrichten versendet.
Trauriges Kerlchen.

Ps: gut erkannt übrigens, dass ich Prostituierte bin. Ganz ein helles Burschi.
UND, ja, er ist unter Ferdinand Vollidiot gespeichert. Tatsächlich so ziemlich bei jeder Sexworkerin die ich kenne. Mal auf rumänisch, mal auf Tschechisch, aber immer mit diesem Zusatz zu seinem Namen. 😉