Dürfen Männer weinen?

In unserer Gesellschaft müssen Männer verständnisvoll, mitfühlend, sensibel, zuvorkommend, modern und trotzdem „ein richtiger Kerl“ sein. Aber wie passt das alles zusammen?

In einer Zeit, in der alles gegendert werden muss und es schon fast häusliche Gewalt ist, wenn man der Ehefrau eine auf den Hintern klopft.
Außerdem werden die Frauen immer unabhängiger, selbstbewusster und stärker. Sie brauchen eigentlich niemanden an ihrer Seite. Verdienen ihr eigenes Geld und schupfen Kind und Kegel mit viel Elan höchstselbst.
Auf der anderen Seite wollen viele Frauen dann doch – ganz altmodisch – erobert werden. Der Mann muss den ersten Schritt machen, der Mann muss natürlich die Rechnung zahlen und einem die Tür beim Verlassen des Lokales auch nicht unbedingt an den Kopf kleschen. Ein bisserl Gentleman sollte schon in dem veganen Hipster stecken.
Irgendwie sind die Rollenbilder ganz schön ins Schwanken geraten.
Klar nervts, wenn sich MANN nicht ordentlich entschuldigen kann. Ein „Aha. Tut mir leid.“ ist für uns Frauen keine vollwertige Entschuldigung. Oder wenn er mal wieder unsensibel ist. Man sagt halt eben nicht „willst du das wirklich AUCH NOCH essen?“

Immer wieder spannend ist auch, wenn man sie alleine einkaufen schickt. Es ist dann massenhaft zu essen daheim. Allerdings nichts was einem selbst schmeckt.
Nur: wieviel Softie wollen wir wirklich?
Stellt euch mal vor, er baut zig Kerzen auf und sagt im Bett sowas wie „Reichst du mir die VibratorIN rüber? Wieso nur der Vibrator? Eine weibliche Version tuts bestimmt genauso gut.“
MIR würde in dem Moment JEDES Loch zuwachsen. Ich würde wohl in der Folge ersticken.
Zu weichgespült ist eben absolut unattraktiv. Heulsusen und männliche Feministen in hautengen, grellbunten Hosen, ähm, nein danke. Ein Mann ist ja immerhin ein MANN.
Weinen, ja. Emotionen zeigen können, ja.
Laktoseintolerant sein und bei Demos von FEMEN mit nacktem Oberkörper mitlaufen, nein.
Steht zu eurem Geschlecht, Burschen.