Lasset die Spiele beginnen – wie alles begann…

Ich hatte quasi eine Geschäftsidee. Meine Fetische ausleben und damit Geld verdienen. Frei nach dem Motto „Do what you love. Love what you do“. Tagelang zermarterte ich mir den Kopf wie ich es am Besten angehen könnte. Ich musste das mit jemandem besprechen. Da fiel mir nur eine ein:
Caro. Meine ausgelagerte Stimme der Vernunft, welche in einem Altbau in 1030 Wien wohnte.

Vielleicht hätte sie ja sogar Lust, mit zu machen? Das wäre überhaupt das Grösste. In meinem Kopf spukten die wildesten Phantasien herum. Wie zur Hölle erzählt man das einer Freundin? Ich meine, solche Gespräche sind nicht alltäglich. Man sagt ja nicht plötzlich „Heyyyy, hast du Lust ein bisschen rum zu huren?“ wobei das endlich mal ein Gesprächsansatz wäre, der dir die volle Aufmerksamkeit beschert. Wie auch immer sie reagieren würde, auf einen Versuch käme es an.
Szenerie 1: Sie klatscht mir eine.
Szenerie 2: Sie klatscht mir eine aber denkt zumindest drüber nach
Szenerie 3: Sie zieht sich aus, zeigt mir ihre Ledercorsage und wir ficken einander mit einem großen schwarzen Strapon.
Ich wäre stark für Nummer 3 gewesen damals. Es kam jedoch anders. Sie war derart begeistert von der Idee (yessss, genauso ein limitierter Defekt des Gehirnes wie bei mir!), dass ich all meine mühsam auswendig gelernten PRO-Argumente nicht mal ansatzweise benötigte. Wobei ich nicht weiß ob „Sollte uns jemand umbringen sterben wir zusammen“ ein zündendes Argument gewesen wäre. Jedenfalls hatte ich jetzt eine Kumpanin.

Und unser erster Termin verlief so:
Schauplatz: Ein Stundenhotel im berühmt, berüchtigten Stuwerviertel. „BEI GABI“: Dort wartet schon der Kunde auf uns. Kurz erkläre ich meiner Freundin die Vorgangsweise: „Er möchte, dass wir ihn derbe wienerisch beschimpfen, er weint dabei leise, dann anspucken und ihm anschliessend in den Mund pissen.“ Meine Freundin reißt die Augen auf. Schüttelt kurz ihren Kopf, sodass ihr langen, blonden Haare um ihren Kopf peitschen.
„Das kann ich nicht.“
„Was kannst du nicht? Derbe beschimpfen? Wie wäre es mit Hurnsbeidl, Scheisshund, Oaschloch, Wixkopf…“
Erschrocken drückt sie mir ihre Hand auf den Mund „Mädl, wir sind mitten in der U-Bahn!“ Die alte Dame uns gegenüber linst erschrocken ob der Obszönitäten unter ihrem Hut hervor und zieht ihre Tasche näher an sich heran. Ich rolle mit den Augen und ziehe genervt die Lippe etwas kraus.
„Ich meine ich kann dem nicht in den Mund pinkeln. Ich muss zwar, aber ich glaub in dem Moment kann ich dann einfach nicht. Ich kann ja nicht mal gehen, wenn mir mein Freund zusieht. Und wenn, dann bin ich gewohnt es einfach laufen zu lassen. Ich kann das nicht so schlückchenweise abgeben. Ich gehe nicht „Pipi“ wie andere Frauen. Ich brunze. Ich brunze wie ein Bauarbeiter. Verstehst du?“ zischt sie mir zu. Ich hebe fragend eine Augenbraue. Die alte Dame mir gegenüber tut es mir gleich.
„Nun, wir werden es wohl auf einen Versuch ankommen lassen müssen. Entweder es geht eben gar nicht, oder du pisst ihm ein Auge aus. Ich bin ganz gut in erster Hilfe. Komm jetzt, wir sind da.“
In Zimmer 2 wartet er auch schon.
Ein schlanker, junger Mann. Schätzungsweise 33 Jahre alt. Im ersten Moment bin ich so erschrocken darüber, da er durchtrainiert ist wie Conan der Barbar. Den soll ich verhören? Der will dabei leise weinen?
Kantige Gesichtszüge, schlank, gross, militärischer Kurzhaarschnitt. Einzig, dass er nackt ist und sein Penis beim allgemeinen Handshake wild herumhüpft lässt auf einen unserer Klienten schließen. Wütend fahre ich ihn auch gleich an, rotze ihm direkt in den Mund und beschimpfe ihn minutenlang aufs Tiefste. Als Caro ihn anpissen soll, weint er schon leise und wixt sich dabei eifrig seinen Schwanz. (Ja, Mädels, viele eurer Helden sind in Wirkichkeit so.)
Ein Bild für Götter. Sie steht am Badewannenrand und blickt versonnen zur Decke. Er liegt mit weit geöffnetem Mund unter ihr und wartet. Und wartet. Und wartet.
„Was los?“ frage ich in die Stille hinein.
„Psssst- ich gehe grade in mich und checke meine Blase…“
Und wirklich: es klappt! Da sie ihren Strahl noch nicht ganz kontrollieren kann, ertrinkt er die ersten Sekunden fast. Ein Teil geht ins Auge, ein Teil in den Mund, der andere trifft ihn direkt auf seinem Schwanz. Flugs sind 30 Minuten auch schon verflogen und alle sind zufrieden.
Lang, lang ists her. Hachja. Fein wars. Hin und wieder arbeiten wir sogar noch zusammen.
Beste Freundinnen sind wir nach wie vor.
Liebe Mädels – lasst euch eines gesagt sein: Chicks before dicks.
Nichts und niemand sollte sich je zwischen euch und eure beste Freundin drängen. Oder euren besten Freund. Oder eure Friseurin. Die kann euch für Wochen entstellen!