Neues von Igor

Ich habe ja schon länger nichts mehr über ihn berichtet. Aber es gibt ihn natürlich noch. Zum einen weil Ich irgendwie an ihm hänge (Stockholmsyndrom?), zum anderen weil ich zu faul bin ein derart grosses Loch im Garten auszuheben.

Was genau hält also eine erfahrene Sexworkerin an nur einem Mann? Ich habe mich natürlich umgesehen bei einigen meiner Kolleginnen und ich konnte mehrere Parallelen erkennen.
All unsere Männer sind sehr selbstbewusst und akzeptieren unseren Job. Sie heißen ihn nicht unbedingt gut, aber es ist in Ordnung. Das ist wohl eine Grundvoraussetzung. Wenn ein Mann meinen Job als ‚voll super‘ bezeichnen würde oder es ihm gänzlich egal wäre, würde ich vermutlich stark an seinen Absichten zweifeln. Entweder er hat einen Fetisch diesbezüglich oder seine Lieblingszahlungsart ist ‚wenn meine Frau bezahlt‘.
Unsere Favoriten sind gut im Bett und zweifeln nicht an ihrer Performance. Sie sind authentisch und haben keine ‚Angst‘ vor unserer sexuellen Erfahrung.  Viele hatten schon davor eine Freundin aus dem Milieu und haben Gefallen daran gefunden. Sie sagen ihre Meinung und sind mit einer starken Frau keineswegs überfordert.
Außer wenn wir unsere Tage haben, aber da sind wir selbst auch am Rande des Nervenzusammenbruchs…
Unsere Männer nehmen uns als ganz normale Frauen wahr, nicht wie viele Kunden die sich in eine Illusion verrennen.

Was auch bei einem Grossteil so ist: zuhause wird über den Job nicht geredet. Das will weder er, noch ich. Ist ja nicht wirklich spannend.

 

Was mir an Igor im Besonderen gut gefällt? Es ist schwer zu sagen, aber mir gehen die meisten Menschen schlicht nach wenigen Tagen auf die Nerven. Er nicht. Natürlich spielen seine Optik und der Sex auch eine grosse Rolle. Klar. Wegen seiner inneren Werte habe ich mich damals sicherlich nicht mit ihm getroffen…

Aber fragt mich das nochmal, wenn ich wieder menstruiere – da hasse ich alles was ich jetzt gut finde an ihm.