Sakai – Im Sakerausch der Gefühle


http://sakai.co.at/

Angeleitet von mehreren sehr positiven Testberichten und einer großzügigen Bewertung im Falstaff, fand auch ich den Weg zum Nobeljapaner in 1080 Wien. Klang ja alles sehr vielversprechend. Aber – wie Konfuzius schon sagte „Glaub nicht jeden Scheiß, der im Internet steht.“

Der erste Eindruck vom Lokal, nun ja. Es sah so aus als hätten sie eine Akakiko Filiale umgestaltet, ein paar der Buchstaben neu zusammen gepuzzelt und es in „Sakai“ umbenannt. Sehr unspektakulär, farblos, etwas schluderig umgesetzt.

Muss ja alles noch nichts heißen dachte ich mir. Auch als ich im eleganten schwarzen Kleid an einer Horde Touristen mit Crocks und Bauchtascherln vorbeiging, war ich noch überzeugt, irgendwann würde die Noblesse hier schon auftauchen und mir zuwinken. Am Besten in Form von exzellentem Essen.

Für alle Ungeduldigen mache ich es kurz. Keine Noblesse gesichtet. Das 6 Gänge Menü mit Sake Begleitung war schlechter als bei jedem Filial-Japaner. Egal ob Sushi, Suppe, Rindfleisch oder frittiertes Irgendwas. Auch die Getränkekarte hält „typisch japanisch“ Cola, Fanta und Mineralwasser bereit. Not.

Positiv anzumerken ist in jedem Fall, dass ich direkt in Ohr-Höhe eine Steckdose hatte, der bröckelnde Wandverputz tatsächlich die ganze Zeit an der Wand haften blieb und ich nach Sake Nummer 3 einen gewaltigen Fetzen hatte.

Ich glaube, dieses Lokal ist etwas für Menschen die sich von Kopf bis Fuß in Desigual kleiden und einen grauen Fiat Multipla fahren. Don’t like.

Fazit: 1 von 5 Tangas