Tinder-Kinder und Neigungsschlampen


Wisch nach links, wisch nach rechts. Match. Man trifft sich, man fickt. Oder man tut davor zumindest so als ob man Interesse an einer Beziehung hat. Und fickt dann. Eine tolle App für all jene denen das ewig lange rumgepimmel am Arsch geht und die gern sofort wissen ob der andere sie gut findet oder nicht. Vielleicht genau das richtige für quarantänedurchsetzte, deprimierte Tage oder Monate wie diese.

Oder man klickt sich durch die Profile mancher Facebook Nutzer. Da reißt es mich immer auf schirch her. Halbnackte Mädels, viel Titten, aufreizende Posen, nackte männliche Oberkörper und eindeutige Gesten. Hugh Hefner würde bei all dem Angebot post mortem der Schwanz abfallen. Derartig viele die auf der Suche nach Aufmerksamkeit oder mehr sind… warum also nutzen manche das nicht, sondern schreiben stattdessen Sexworkern. Wegen privaten Dates. Momentan wirklich mit steigender Tendenz. Verständlich, es ist immer mal wieder Lockdown und viele sind einsam, aber es gibt doch unentgeltliche Angebote in Hülle und Fülle. Wenn man(n) eine Partnerin sucht, gibt es viele Seiten im Netz die genau darauf spezialisiert sind. Sexworker können nichts dafür, wenn man sie anschreibt und dann enttäuscht ist, dass sie nur ihre Arbeit machen wollen und kein Interesse an einem privaten Treffen oder einer Beziehung haben.

In vielen Köpfen hält sich schlicht der Glaube, dass eine Sexworkerin zwangsläufig alleine ist und keine Familie hat. Dazu hat sie auch noch massenhaft Zeit und eine durchdringende Geilheit.
Nein, sorry. Ist nicht so und es frustet mich, dass man bei einer ablehnenden Antwort sofort aggressiv reagiert. Nicht alle reagieren ungut, aber es kommt momentan sehr häufig vor und – ja – es ärgert mich. Ich möchte einfach nur meinen Job machen.
Einfach und zielführend:
Spass ohne Verpflichtungen, ’ne scharfe Stunde oder ausgefallene Wünsche: Sexworkerin
gratis Sex mit einer 50/50 Chance auf eine Beziehung: Tinder
ein schönes Date mit Kerzenlicht und dann vielleicht Sex nach dem dritten Date: Elitepartner
Partnersuche im Freundeskreis: Facebook
Eine katholische Hochzeit und viele Kinder: Tanzschule