Wenn Männer gerne Hunde sind. Dogplay…

Ein wunderschöner Morgen in der Wiener Lobau. Die Sonne blinzelt noch etwas verschlafen vom Himmel und es ist herrlich ruhig hier in der Natur. Ein feiner Bodennebel senkt sich über die Landschaft.
Völlig entspannt spaziere ich durchs Gras. Beisskorb und Leine baumeln an meinem Handgelenk und geben bei jedem Schritt ein leises Klirren von sich. Herrlich ist das hier.

Angestrengt überblicke ich die Lichtung, als mich ein Rascheln links von mir kurz zusammenfahren lässt.
Ein brauner Hund stürzt eilig auf mich zu, springt an mir hoch und versucht mir die Nase zu lecken. Seine Besitzerin hastet mit hochrotem Kopf hinterher. Ihre Haare peitschen um ihren Kopf als sie ungläubig den Kopf schüttelt: „Entschuldige, entschuldige… das tut er normalerweise nicht. Aus, Jacky!“

„Naaaaa eh nicht. Das macht er nur bei mir. Schon klar. Ist ja nichts passiert“, gebe ich leicht genervt zurück.
Sie zieht ihren Hund am Halsband zu sich.

„Wo ist denn ihr Liebling? Meiner versteht sich nämlich nicht mit Rüden.“
Unsicher blickt sie sich um. Mit amüsiertem Blick stoße ich einen dezenten Pfiff aus und schicke ein herrisches „Herbert! Hier!“ hinterher. Übermütig hoppelt ein kleiner, etwas dicklicher, halbnackter Mann mit Hundemaske und einem Julius K9 Brustgeschirr hinter einem Busch hervor und lässt sich hechelnd vor mir auf den Rücken fallen.
Liebevoll kraule ich ihm den haarigen Bauch und kneife ihm leicht in die Nippel bis er jault.
„Ja soooo ein feiner Bub. Ja braaaav. Feeeeein. Na, wo war er denn, hm?“

Als ich mich wieder unserer Hundebesitzerin zuwenden möchte, sehe ich nur noch wie sie und ihr ungezogener Köter sich durchs tiefste Dickicht Richtung Parkplatz eine Schneise schlagen. Kann man nur hoffen, dass sie eine gültige Zeckenimpfung hat… und den Weg kennt. Schade, ich bin mir sicher, Herbert hätte sich mit ihrem „Jacky“ gut verstanden.
„Komm Herbert! Schau mal was ich hier habe!“ Ich zaubere einen kleinen Ball aus meiner Bauchtasche und werfe ihn weit über die Lichtung.